Eine etwas andere Geschichte zum Nachdenken!!!

Beitragvon nani » Donnerstag 16. Juli 2009, 07:52

Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen
Schüler
in der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz
neben
den Namen zu lassen. Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten
überlegen,
was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen
können
und das sollte sie neben die Namen schreiben. Es dauerte die ganze
Stunde,
bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie
ihre
Blätter der Lehrerin. Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden
Schülernamen
auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die
ihre
Mitschüler über den einzelnen aufgeschrieben hatten.
Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer
Zeit lächelten alle. "Wirklich?" hörte man flüstern. "I wusste gar
nicht,
dass ich irgend jemandem was bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich
andere so mögen" waren die Kommentare. Niemand erwähnte danach die
Listen
wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder
mit
ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung
hatte
ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den
anderen. Einige Jahre später war einer der Schüler in Vietnam gefallen
und
die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Sie hatte noch nie
einen
Soldaten in einem Sarg gesehen - er sah so stolz aus, so erwachsen. Die
Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der
den
jungen Mann geliebt hatte, ging am Sarg vorbei und erteilte ihm die
letzte
Ehre. Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort
stand, sagte einer der Soldaten, die den Sarg trugen zu ihr:
"Waren Sie Mark's Mathe-Lehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er:
"Mark
hat sehr oft von Ihnen gesprochen." Nach dem Begräbnis waren die meisten
von
Mark's früheren Schulfreunden versammelt. Mark's Eltern waren auch da
und
sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen.
"Wir
wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus
seiner Tasche. "Das wurde gefunden, als Mark gefallen ist. Wir dachten,
Sie
würden es erkennen." Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes
Blatt,
das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und
auseinandergefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen,
dass
dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die
seine
Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten. "Wir möchten Ihnen so
sehr
dafür danken, dass Sie das gemacht haben" sagte Mark's Mutter. "Wie Sie
sehen können, hat Mark das sehr geschätzt." Alle früheren Schüler
versammelten sich um die Lehrerin. Charlie lächelte ein bisschen und
sagte,
"Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Lade in meinem
Schreibtisch". Chuck's Frau sagte, "Chuck bat mich, die Liste in unser
Hochzeitsalbum zu kleben." "Ich habe meine auch noch" sagte Marilyn.
"Sie
ist in meinem Tagebuch." Dann griff Vicki, eine andere Mitschülerin, in
ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste
Liste
den anderen. "Ich trage sie immer bei mir", sagte Vicki und meinte dann
ohne
mit der Wimper zu zucken: "Ich glaube, wir haben alle die Listen
aufbewahrt." Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste
und
weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr
sehen würden. Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir
oft,
dass jedes Leben eines Tages endet. Und dass wir nicht wissen, wann
dieser
Tag sein wird. Deshalb sollte man den Menschen, die man liebt und um die
man
sich sorgt, sagen, dass sie etwas Besonderes und Wichtiges sind. Sagen
Sie
es ihnen, bevor es zu spät ist
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