Erklärungen zu Redewendungen

Beitragvon nani » Donnerstag 3. Februar 2011, 09:36

Das Ei Des Kolumbus

Beim Festmahl des Kardinals Mendoza nahm Admiral Kolumbus ein Ei und fragte, wer von den Anwesenden dieses so hinstellen könne, dass es aufrecht stehen bliebe.
Als alle verneinten, nahm er das Ei und schlug ein Ende platt, woraufhin es stand.
So wurde das 'Ei des Kolumbus' zum Synonym für eine überraschend einfache Lösung eines Problems.
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Re: Erklärungen zu Redewendungen

Beitragvon nani » Donnerstag 3. Februar 2011, 09:37

Durch die Lappen gehen

Aus der Jägersprache.
Das Jagtrevier wurde früher mit bunten Lappen begrenzt,
die das Wild davon abhalten sollten,
in ein fremdes Revier zu wechseln.
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Re: Erklärungen zu Redewendungen

Beitragvon nani » Donnerstag 3. Februar 2011, 09:39

Ins Fettnäpfchen treten

Zwischen Tür und Ofen von Bauernhäusern im Erzgebirge stand ein Fettnäpfchen, mit dessen Inhalt die nassen Stiefel der Heimkehrenden geschmiert wurden.
Wer durch Unachtsamkeit den Napf umkippte und so Fettflecken auf den Dielen verursachte, zog sich den Unmut der Hausfrau zu
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Re: Erklärungen zu Redewendungen

Beitragvon nani » Donnerstag 3. Februar 2011, 09:40

Böhmische Dörfer

Seit dem 16. Jahrhundert werden unbekannte oder unverständliche Dinge mit dieser Redewendung bezeichnet.
Sie entstand, weil viele böhmische Ortsnamen für Deutsche fremd klangen und schwer auszusprechen waren.
Richtig gebräulich wurde sie seit dem Dreißigjährigen Krieg, als Böhmen so stark verwüstet wurde, dass es kaum noch unzerstörte Dörfer gab. Daher galt als ' Böhmisches Dorf '
auch etwas, das es eigentlich nicht mehr gibt. In Tschechien sind ' Böhmische Dörfer ' 'Spanische Dörfer '.
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Re: Erklärungen zu Redewendungen

Beitragvon nani » Donnerstag 3. Februar 2011, 09:40

Immer nur Bahnhof verstehen

Die Redensart entstand bei den kampfmüden Soldaten am Ende des 1. Weltkrieges.
Der Bahnhof wurde zum Symbol des Heimaturlaubes, das einzige Gesprächsthema, das noch interessierte.
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Re: Erklärungen zu Redewendungen

Beitragvon nani » Donnerstag 3. Februar 2011, 09:41

Vom Regen in die Traufe kommen

Wenn man sich vor dem Regen schützen möchte, sollte man sich nicht unter die Traufe,den Ablauf der Dachrinne, stellen
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Re: Erklärungen zu Redewendungen

Beitragvon nani » Donnerstag 3. Februar 2011, 09:42

Einen Zahn zulegen

In den Burgküchen hingen die grossen Töpfe an gezackten, sägeblattähnlichen Eisenschienen, mit denen man die Höhe der Töpfe über dem Feuer regulieren konnte.
Wenn man also früher einen Zahn zulegte, hieß das, den Topf tiefer übers Feuer zu hängen, um die Speisen schneller zu garen.
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Re: Erklärungen zu Redewendungen

Beitragvon nani » Donnerstag 3. Februar 2011, 09:43

Das ist mir Schnuppe

Im 19. Jahrhundert nannte man das verkohlte Ende eines Dochts Schnuppe.
Die Schnuppe war also etwas ganz Wertloses, wofür sich niemand interessierte.
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Re: Erklärungen zu Redewendungen

Beitragvon nani » Donnerstag 3. Februar 2011, 09:44

Geld stinkt nicht!

Titus Flavius Vespasianus hat 69 n. Chr. als römischer Kaiser zur Haushaltssanierung einen strikten Sparkurs gefahren. Dabei hat er unter anderem eine Steuer auf öffentliche Latrinen eingeführt. Politisichen Vorwürfen seiner Gegner, er beziehe damit Gelder aus übelriechenden Quellen, entgegnet Titus Flavius: "Non olet". Aus dieser Episode soll das Sprichwort "Geld stinkt nicht" entstanden sein.
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