Osterbräuche aus der Vergangenheit

Beitragvon nani » Donnerstag 3. Februar 2011, 08:13

Ostern ist das wichtigste Fest im christlichen Kirchenjahr, Karfreitag der höchste Feiertag.
Und wie bei allen anderen religiösen Festtagen gibt es auch beim österlichen Brauchtum die Vermischung christlicher Rituale mit volkstümlichen Bräuchen aus vorchristlicher Zeit.

Allerdings wurden die heidnischen Frühlingsriten nicht restlos in die christliche Tradition einbezogen, so dass noch heute, vor allem in ländlichen Gegenden, fast unverfälschte heidnische neben christlichen Bräuchen gepflegt werden.
Der Karfreitag, von den Katholiken in aller Stille und mit strengen Fasten, von den Protestanten mit einem
festlichen Abendmahl begangen, ist eher der Tag der häuslichen Bräuche, da jegliches Lärmen, Musizieren und
Tanzen verboten ist. Um das mitleid mit dem gekreuzigten Christus zu bezeugen, hielten sich die Gläubigen an zahlreiche, regional unterschiedliche Gebote.
So durfte man kein Tier schlachten, nicht mit Hammer und Nägeln - den Marterwerkzeugen - arbeiten, nicht reisen,
nicht waschen, sich nicht das Haar kämmen und kein frisches Hemd anziehen.
Bei der Liebe galt Enthaltsamkeit, der Karfreitag als guter Tag zum säen und Pflanzen.
Eier, Brot und Wasser sollten an diesem Tag besonders kräftig sein, und Frauen, die sich einen Sohn wünschten,
gab man den Rat , nur am Karfreitag gelegte Eier zu essen.
nani
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